untragbar

Kleidung – jeder kennt sie, jeder trägt sie. Mit ihr senden wir Mitteilungen über uns selbst an unsere Mitmenschen aus und definieren uns hierdurch stets neu. Ständig wechselnde Kollektionen und Trends verleiten neben günstigen Angeboten zum häufigen Kauf neuer Kleidung. Somit wird Vieles ebenso schnell, wie es gekauft wird, weggeworfen. Wir leben sozusagen in einer Wegwerfgesellschaft. Doch den wenigsten Konsumenten ist bewusst, wo und unter welchen Umständen unsere Kleidung produziert und welche Folgen dies für die Umwelt, die Menschen in den Produktionsländern und auch für uns selbst mit sich zieht. Dies gilt sowohl für Billigware als auch für teure Markenbekleidung. Die Zielsetzung war es, die Verbraucher über die Schattenseiten der Bekleidungsindustrie zu informieren, sie hierfür zu sensibilisieren und ihnen Hilfestellung zu leisten, wie sie nachhaltig und bewusst konsumieren können. Das Problem soll in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerufen werden – als erster Schritt der Besserung. Es sollen „normale“ Konsumenten angesprochen werden. Solche, die viel Kleidung konsumieren und Neukäufe tätigen aus Gründen wie der „Lust am Shoppen“ oder „Nichtgefallen“ alter Kleidungsstücke – Modeinteressierte, die normalerweise nicht sehr darauf bedacht sind, ökologisch zu konsumieren und wenig über die Problematik wissen und somit Bedarf an Information haben. Um dieses Ziel zu erreichen wählte ich als Medium eine Kampagne,da die Informationen zu sehen  sein müssen, wo es die Zielgruppe erreicht – direkt am Point-of-Sale. Durch die Verknüpfung verschiedener Medien in einer Kampagne, gelingt es, detailliert Auskunft zu geben, aber auch durch Informationen im öffentlichen Raum gezielt auf die Probleme aufmerksam zu machen. Als Darstellungsart dienten Piktogramme, da sie ebenso wie Informationsgrafiken, schnell erfass- und erlernbar sind und Fotografien, da fotografische Darstellungen es ermöglichen, konkret, lebendig und auf emotionaler Basis, die Botschaft in Kombination mit Wort/Text zu kommunizieren. Um Modeinteressierten, die gerne und viel einkaufen gehen ohne über die Folgen nachzudenken, zu erreichen, werden Mittel eingesetzt, die sie direkt ansprechen. Die Zielgruppe lässt sich gern von Angeboten und Schnäppchen locken und achtet vorallem auf die Optik der Mode. Daher wird auf Basis dessen kommuniziert. Das Thema umfasst eine Vielzahl von schockierenden Fakten, was die Schwierigkeit hervorruft, kurzgefasst über die Schattenseiten der Bekleidungsindustrie zu informieren. Es wurden sechs wesentliche Botschaften herausgefiltert, welche repräsentativ für die untragbaren Zustände eingesetzt werden:Arbeitsbedingungen, Lebensbedingungen, Umweltbelastung, Chemikalien, Lügen, Konsumverhalten.  Dabei steht eine pr.gnante Zahl im Vordergrund, die zun.chst an eine Preisoder Prozentangabe erinnert. In deutlich kleinerer Schrift steht oberhalb worauf sich der Wert bezieht. Als Kommunikationsmittel dienten Poster, Flyer, Postkarten, Etiketten, Aufkleber, Stempel, Infobroschüren, eine Homepage und App, ein Block, Anzeigen, und Textilien.

Bachelorarbeit
Hannah Munschek
Kommunikationsdesign (B. A.)
Wintersemester 2012/13