Planetary Urbanism – Kritik der Gegenwart

Internationaler Wettbewerb im Kontext der UN-HABITAT III Konferenz, ausgelobt von der Zeitschrift ARCH+, mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland. 

Städe sind zentrale Orte der Kulturraumverdichtung. Sie sind Orte der Innovation und treibende Kraft von Entwicklungen – quer durch alle Epochen und Kulturen. Die Organisation des Lebens in Städten war Ausgangspunkt für die Herausbildung arbeitsteiliger Strukturen und damit die Freisetzung schöpferischer Potentiale, die Wissenschaft, Technik und den Künsten zu Gute kamen.

Viele Zukunftsfragen der Menschheit sind mit der Verstädterung der Welt verbunden oder entstehen durch sie. Das bis 2050 prognostizierte Bevölkerungswachstum auf mehr als 9 Milliarden Menschen wird vor allem in den Städten zu bewältigen sein. Im Jahr 2007 lebten erstmals in der Geschichte mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Der Anteil der Stadtbevölkerung wird bis zum Jahr 2050 rund 70% erreichen.

Die voranschreitende Verstädterung unserer Welt bringt tiefgreifende Veränderungen des Planeten mit sich. Die weitere Entwicklung wird eng daran geknüpft sein, ob es gelingt, Urbanisierungsprozesse zu gestalten.

Auf Basis von Daten, Fakten sowie empirischem Material sollten im Wettbewerb gesellschaftliche Zusammenhänge, Verhältnisse und Entwicklungen durch Informationsdesign beschrieben werden. Themenfelder waren städtische Prozesse wie Urbaner Metabolismus – die Beschreibung der Material und Energieströme von Städten, soziale und physische Verstädterung, Migration, Stadtklima, Mobilität, Immobilienmärkte oder die digitale Stadt.

Seminar
Kommunikationsdesign (B. A.)
Sommersemester 2015