Konsum Stadt Kultur

Die Stadt gilt als ein bedeutendes wirtschaftliches, administratives, kulturelles und geistiges Zentrum. Sie ist nicht nur ein zentrale Knotenpunkt zwischen größeren Verkehrswegen, sondern auch zwischen verschiedenen Kulturen. Das macht die Stadt aus kulturwissenschaftlicher Perspektive zum Idealfall einer Kulturraumverdichtung. Immer mehr Menschen auf der Welt leben in Städten: Der Anteil der Stadtbevölkerung an der Gesamtbevölkerung wird 2030 schätzungsweise bei 59,9% liegen. Als Freizeitmöglichkeiten dienen Cafés, Restaurants, Kinos, Museen oder Theater gleichermaßen wie die Einkaufsmöglichkeiten einer Stadt. Seit den 90er Jahren ist die Anzahl der Einkaufszentren innerhalb und au.erhalb von Innenst.dten stetig gestiegen. 1990 waren es noch 93 Zentren, 2014 hingegen 460. Mit ihnen werden und wurden weitere (Stadt-)Zentren geschaffen, die verschiedene Einkaufsmöglichkeiten komprimieren. Dadurch entstehen mehrere Einkaufszentren in einer Stadt- neben dem eigentlichen Zentrum, der Innenstadt. Kulturelle und religiöse Einrichtungen beinhalten sie selten. So geht es bei einem Besuch im Einkaufszentrum (Shopping Mall) vor allem darum, einkaufen zu gehen und Geld auszugeben. Viele Städte werben auf ihren Websites mit den verschiedenen Shopping-M.glichkeiten und heben die Einkaufszentren dabei hervor.

Diese Arbeit betrachtet die Beziehung zwischen Stadt bzw. Stadtbewohnern zu Konsum, Einkaufszentren und anderen kulturellen Einrichtungen. Sind die Shopping-Möglichkeiten einer Stadt für die Qualität einer Stadt wichtigstes Kriterium, weshalb immer mehr Einkaufszentren gebaut und geplant werden? Um dieser Frage bzw. These nachzugehen wurden die verschiedenen Themenbereiche Konsum, Einkaufszentrum (und deren Anzahl, Größe, Lage und Dichte in Deutschland), Stadt (soziale wie wirtschaftliche Faktoren) und andere kulturelle Einrichtungen (wie z.B. Museen, Opern, Kirchen etc.) miteinander kombiniert.

Alle Infografiken dieser vier Bereiche wurden typografisch gelöst. Das Hauptaugenmerk der Arbeit, der Konsum und das Shoppen in Einkaufszentren, wird somit visualisiert. Dabei ist die Umsetzung an klassische Attribute der Einkaufs- und Konsumwelt angelehnt, wie beispielsweise Barcodes, Kassenzettel, Etiketten, Angebote, Einkaufszettel, Geld etc. Es wurde aber auch typografisch spielerisch mit klassischen Informationsdesign-Elementen wie Säulen- oder Kreisdiagrammen, sowie Größendarstellung gearbeitet. Die Typografie wurde hierbei so genutzt, dass sich das Gesamtbild aus verschiedenen Schriften, hauptsächlich aber aus Groteskschriften, zusammensetzt, die in Anlehnung an die Einkaufs- und Konsumwelt zum Beispiel mit Schatten oder Flächen hinterlegt wurden.

Beitrag
Romina Patt
Kommunikationsdesign (B. A.)
Sommersemester 2015

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