Israel
Ein Land zwischen zwei Kulturen

Von Anfang an standen sich Judentum und Islam nahe, da sie ähnliche Vorstellungen von Glauben und Religion haben. Auch die Riten ähneln sich: Beschneidung, tägliche Gebete, Reinheitsregeln beim Essen. Beide Religionen empfinden sich als von Gott auserwählte Glaubensgemeinschaften und müssen detaillierte Regeln befolgen, um ihrem Gott zu gefallen.

Die Besiedelung von Israel, beziehungsweise Palästina, seit dem Ende des 19. Jahrhunderts erzeugte eine Wende im Verhältnis der Juden und Muslime im Nahen Osten. Freundlich am Anfang und freudig über nahenden Fortschritt, kippten die Emotionen bald in existentielle Angst auf beiden Seiten und in verbreiteten Hass. Der Gründung des Staates Israel 1948 folgte ein Angriff der arabischen Nachbarländer. Damit wurde der Konflikt allgemein, war also nicht mehr auf das Land Israel begrenzt.

Während viele Juden und Araber miteinander auszukommen versuchen, nutzen radikale Gruppen die angespannte Lage heute immer stärker aus. Sie missbrauchen die Ängste und schüren sie, um politische Ziele zu erreichen. Diese Aktionen finden oft unter dem Mantel des Glaubens und der Religion statt. Obwohl Islam und Judentum vieles gemeinsam haben und friedlich nebeneinander existieren könnten, werden auf diese Weise  Muslime und Juden gegeneinander aufgehetzt. Die religiös begründeten Drohungen schieben einen Keil zwischen die Religionen und die Menschen.

Das hier vorliegende Buch beschreibt das Land Israel und führt Glaubenspraktiken auf, welche den Alltag der Juden und Muslime ausmacht und vergleicht sie miteinander.

Seminarprojekt
Romina Patt, Eike Töllner
Kommunikationsdesign (B. A.)
Sommersemester 2013

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